derglaeserne | 17 August, 2008 12:32
Praxisnahe Erfahrung: Martin Halter Glasmaler-Restaurator CH-3013 Bern
Es gibt immer wieder Epochen, wobei die Original-Substanz als Mittel zum Zweck,vorschnell für ein unüberlegtes Experiment missbraucht wird. So auch bei der vermeintlichen Rettung von Glasgemälden und Glasmalereien, wenn es um die Sicherung von Glasbruchteilen geht.
Örtlich begrenztes Beispiel: in diesem Fall wurden, bei Restaurations-Massnahmen ca.1970, die Glasbruchteile mit einer Glas-Dublierung gesichert. Insbesondere wurden sie ganzflächig (auf der Rückseite) mit Leimharzen (Araldit) überstrichen, um sie dann auf einem passgenauem Dünnglas /Floatglas (gem. vorgegebener Dimension) aufzukleben. Da das Farb-Spezialglas meistens eine unebene Fläche gegenüber einem Floatglas (Fensterglas) aufweist, beeinflusst diese Tatsache sodann, die auf diese Weise unterschiedlich aufgetragene Menge von Spezial-Leim, inbezug auf die Gesamt-Dimension zur Sicherung der Glasbruchteile. Die Eigenschaften der Originalgläser in ihrer Beschaffenheit und Herstellung, weisen zu gewöhnlichem Fensterglas andere Werte auf (mundgeblasenes Antik-Glas /gezogenes Fensterglas). Ignoriert man diesen spezifischen Sachverhalt, beeinflussen gerade solche Umstände, meist lange unbemerkt, das daraus resultierende Schadenspotential (z.B. unterschiedliche Ausdehnung der Gläser führt zu Spannungen /unterschiedlich aufgetragene Leimmenge). Unweigerlich führt es so fortwährend zu Rissbildungen innerhalb des Leimauftrags. Dadurch wird eine Beschleunigung einer Versprödung des Leimauftrags mit verursacht. Damit is teine ganzheitliche Haftung (auf die Gesamtfläche) nicht mehr gewährleistet. Einzelne Glasbruchteile können sich unkontrolliert herauslösen und herunterfallen.
Ein weiterer Nachteil ist mehrfach nachzuweisen, dass das UV-Licht (Sonneneinstrahlung) Leimsubstanzen farblich verändern kann. Einmal mehr, einmal weniger. Natürlich werden immer wieder neue Produkte auf dem Marktangeboten. Es ist durchaus legitim solche auszuprobieren, aber sicherlich nicht an original-historischer Substanz. Hersteller von Spezialleim-Produkten stellen in der Regel keine schriftlichen Garantien aus, dass sich z.B. ihr Produkt nicht durch UV-Einstrahlungen beeinflussen lässt. Was eben, die gleich bleibenden Ansprüche für eine garantierte Haftung und die volle, sich nicht veränderndeTransparents des Werkstoffes betreffen.
Übrigens mit Glas-Dublierungen an schadhafter Glasmalerei (Glasbruch-Sicherung) hat man, wenn auch unbeabsichtigt, erheblich viele grosse irreversible Schäden angerichtet (europaweit). Auf den rückseitigen Glasoberflächen historischer Glasmalereien, wurden oftmals Schwarzlot-Überzüge /-Pinselmalereien übertragen, welche häufig nicht gut genug eingebrannt wurden oder haben, durch klimatisch ungünstige Bedingungen ihre kratzfeste Haftung verloren hatten. Unter den vorgenannten Bedingungen, kann man sich gut vorstellen, welche Substanz-Verlustaussichten zu erwarten sind, wenn man sich zur Rettung der Original-Substanz, dennoch entschliessen muss, eine sorgsame Entdublierung (mittels Erwärmung) vorzunehmen. Es wurden vielfach Harze und Leime verwendet, welche sich innerhalb von 2 – 3 Jahrzehnten durch die UV-Einstrahlung, in eine nicht mehr transparente, dunkel-braune Masse verfärbten (je nach Standort /Sonnenbestrahlung).
Jeden Restaurator sollte es unablässig beschäftigen, bevor er einen Eingriff zur Substanz-Rettung auswählt, dass er sich gleichzeitig der Verantwortung bewusst ist und im Voraus entsprechende Abklärungen trifft, um ein zusätzliches Schadens-Risiko weitestgehend ausschliessen zu können. Einen Eingriff soweit flexibel zu handhaben, was später einer lösungsorientierten Veränderung /Möglichkeit (anl. einer erneuten Restaurations-Massnahme) zuträglich bleibt. Alle Eingriffe oder verwendeten Materialien, sollten ein jederzeit reversibles Agieren mit der Original-Substanz praxisnah thematisieren, sodass dabei die Substanz nicht unnötig in Mitleidenschaft gezogen werden muss. –
Die geltende Botschaft lautet: „soviel wie nötig, so wenig wie möglich“.
info@glasmalkunst.ch

derglaeserne | 07 August, 2008 07:37
derglaeserne | 01 August, 2008 08:24
Beinhaltet vielfältig gestaltete Erzeugnisse aus Kunstglas.Diese angewandte Kunstform offenbart ein sehr breites Spektrum vonMöglichkeiten, diese auch zweckdienlich als Decor-Elemente zu aktivieren und zunutzen. Je nach Standort, Gegebenheit und Beanspruchung visualisiert sichjeweils ein abwechslungsreiches Zusammenspiel zwischen Glas, Raum und Licht.Ganz verschiedenartig lassen sich raffinierte Kombinationen verwirklichen,mitunter als Ausdruck des individuellen Lebensbereiches. Denn, eine passendeAusschmückung mit „Licht und Farbe“, sensibilisieren entscheidendeEinflussfaktoren unserer Gefühlswelt.
Die wesentlichste Maxime unseres Atelier-Team’s bedeutet:materialgerechte und kunsthandwerkliche Wertarbeit, die in bezug aufGestaltung, Werkstoffe, Technik und Verarbeitung höchsten Ansprüchen gerechtwird.
Eine ständige Atelier-Ausstellung widerspiegelt die grosseAuswahl von Exponaten. Zudem wird sie ergänzt durch mehrere inhaltlichaufschlussreichen Dokumentationen (Besuchszeiten nach Terminvereinbarung/Atelierführungen auf Anfrage, 25 Personen pro Gruppe) info@glasmalkunst.ch/www.glasmalkunst.ch
derglaeserne | 05 Juli, 2008 11:53
Monats-Glasbilder /Ausf. Martin Halter, Glasmaler/Kunstglaser CH-3013 Bern
Den als „Ährenmonat“ bezeichneten August, versinnbildet eine Frau, die mit der im Mittelalter gebräuchlichen Sichel die Frucht schneidet. In dieser Gestaltungsart wurden Monatsbilder vergleichsweise auch in Kalenderndargestellt (1483 /1495), begleitet von dem Spruch:
„Wol auff mit mir in die ären,
Die da schneyden wöllen leren.“
Das scheint vorwiegend Frauenarbeit gewesen zu sein. Ab undzu tritt aber auch ein Schnitter auf.
Das Original dieser Glasmalerei entstammt dem heutigen Südfenster der Turmempore im Münster von Freiburg bei Breisgau (De). Die Monatszytklus-Scheiben sind nach historisch überlieferten Angaben, von der Universität erworbene Glasmalereien (der einstigen Dominikanerkirche angehörend), welche 1813 von einem Professor ersteigert und von diesem als Schenkung an das Münster übergingen.
Jede Auseinandersetzung mit originaler Glasmalerei aus dem Mittelalter, motiviert einen gelernten Glasmaler dazu, sich mit dem vorliegenden Formenschatz intensiv zu befassen. Mitunter lässt er sich vereinnahmen und sieht sich herausgefordert, die Arbeit eines Altmeisters materialgerecht als Kopie herzustellen. Damit werden bewusst oder unbewusst Berührungspunkte sensibilisiert und bisweilen sind durchaus vergleichbare Identitäten betr. Stellenwert berufsästhetischer Wertschätzung nachzuempfinden. Solche nachhaltigen Erfahrungen bleiben nur wenigen Glasmalern vorbehalten, weil sie aus verständlichen Gründen, auch verschiedene Interessen und Charaktere vertreten.
Subjektiv gesehen, gibt es historisch-glasmalerische Motive von Altmeistern, welche ein besonders ausgeprägtes Sendebewusstsein beinhalten. Sodass sich ein Glasmaler sofort in den Bann einer Originalvorlage hineingezogen fühlen kann, noch bevor er mit der Arbeitsaufnahme beginnt. Während der eigentlichen Umsetzung, beschleicht ihn meistens die ultimative Verpflichtung, dem Original möglichst nahe zu kommen. Sofern ihm das gelingen sollte, soll /kann er sich trotz aller Bescheidenheit, seine damit verbundenen Glücksgefühle ruhig eingestehen. In einer geglückten Kopier-Arbeit visualisiert sich gelegentlich auch eine sich annähernde Seelenverwandtschaft zum Original. Diese hypothetische Aussage mag vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen zu sein. Aber, die Erfahrung lehrt, dass nicht nur jede genaue Erfassung /Übertragung jeglicher Linien- und Patina-Struktur alleine eine „gute Kopie“ ausmacht. > info@glasmalkunst.ch /www.glasmalkunst.ch
derglaeserne | 30 Mai, 2008 22:09

„Gestaltete Farbfenster“, meint Martin Halter Glasmaler/Glaskünstler Bern, „ ...können in der Fläche die Bewegungszüge innerhalb einesGebäudes, seine Strukturen und auch die des architektonischen Umraumesaufnehmen, um sie in Kompositionen zu konzentrieren, die als geformteLichtquellen sich wiederum unmittelbar auf den Raum auswirken und ihn so inseiner Aussage bestärken“.
Um eine homogene Integration im Bau zu erreichen,braucht es viel Verständnis, Sensibilität und Erfahrung auf dem Gebiet dieserKunstform. Denn Glaskunst-Inszenierungen (Projektionen) sollen die Architekturweder übertrumpfen noch sie durch beliebigen Dekor banalisieren. Zwischendiesen beiden Polen eröffnet sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie aktuelleGlaskunst und Architektur zu einem Gefüge in stiller Harmonie zusammenwachsenkönnen.
Die Architekturbezogenheit eines Farbfensters (einer integriertenGlasbild-Komposition) macht es zum eigenständigen Interpreten all dessen, wasauch die restliche Materie des Raumes auf ihre und andere Weise darstellt:Durchlässigkeit und Begrenzung, Licht und Abdunkelung, Ortsbestimmung undDefinition des Ortes. Durch die farbige Lichterscheinung lässt sich dembegrenzten Raum ein ideeler unbegrenzter Kunstraum gegenübersetzen undgleichzeitig auch eine Verbindung zur Aussenwelt herstellen. info@glasmalkunst.ch
derglaeserne | 24 Mai, 2008 00:11
Dok.-Verf. Martin Halter, Glasmaler, Kunstglaser und Restaurator CH-3013 Bern /Referenz-Objekt: MFH /Jugendstil-Villa mit Judendstil-Fenstern (Veranda) in CH-3007 Bern
Ausgangslage /Analyse
Neben den offensichtlich festgestellten Glasbruchschädenund Verformungen, innerhalb der Verglasungsflächen, sind weitere Mängel zuanalysieren: die verwitterten Kittfälze (aussenseitig) können ihrer ursprünglichenFunktion nicht mehr gerecht werden. Sie sind bis zu 4/5 völlig ausgetrocknet,versprödet und über weite Strecken bereits nicht mehr vorhanden (ausgebrochen).Die einstmals neu aufgezogenen Kittfälze waren punkto Auftrag desMaterialverbrauchs zu knapp bemessen, weil die damals vorgesehenen Fälze fürdieses Unterfangen zu gering in der Grösse ausgebildet waren.
Die von aussen horizontal-angebrachten WE-Windeisen hattenihren zwingenden Auftrag zur Stabilisierung, bereits seit längerer Zeit nichtmehr erfüllen können. Diese WE waren (ehemals) in der Länge zu gering auf diegenauen Falzmasse dimensioniert und ausgerichtet. An beiden Enden wurden sienur teilweise genügend abgeplattet, um sie jeweils im Falzbereich mit einerSchraube mechan. zu sichern. In der Zwischenzeit hatten sie sichverselbstän-digt und hingen ungleich an den dünnen, an den Bleibundenangelöteten Drahthaften. Durch diese Tatsache be-schleunigte sich dieInstabilität der ganzen Feldeinheit und führte so zu zusätzlichen Glas- undBleiprofilbrüchen, neben der allgemeinen altersbedingten Materialermüdung undden üblichen witterungsbedingten Einflüssen. Aus welchen Gründen auch immer,war es zur selbigen Zeit üblich, sich auf eine schmale Blei-Profilbreite zukonzen-trieren. Unabhängig der Gegebenheiten beschränkte man sich oft nur aufdie visuelle Wahrnehmung der Aesthetik.
Über den stabilisierenden Faktor einer optimalenVerbleiungstechnik (z.B. sich für etwas breitere Blei-Profile zu entscheiden,um das entsprechend notwendige Fassungsvermögen der Einzel-Glasteile bessergarantieren zu können) war man zu dieser Zeit oftmals noch zu wenigsensibilisiert oder man wollte ganz einfach Material einsparen.
Erfolgte Fenster-Sanierungsmassnahmen
Auf die Gegebenheiten wollte man für die Realisierungdieser Sanierung besser Rücksicht nehmen (betr. Optimierung der Stabilität).Demnach mussten alle Fenster-Einheiten ausgebaut werden: Ostfront: 2 verglasteFüllungen der Doppel-Türe und 1 darüber befindliches verglastes Oberlicht;Südfront: 2 Doppel-Flügelfenster mit je 1 verglasten Oberlicht, 1 x 1dreiflügliges Fenster mit 1 verglasten Oberlicht; Westfront: 1 x 1vierflügliges Fenster mit 3 verglasten Oberlichtern. Die jeweiligenFeldeinheiten (Glas-Blei) wurden individuell überarbeitet, je nach Schäden undderen Befindlichkeit, mussten sie bis zu zwei Dritteln zerlegt werden.Einerseits mussten zerbrochene Einzel-Glasteile durch farbton- /strukturgleicheGläser (mehrheitl. Kathedralgläser) ersetzt werden oder andererseits weil esdie Notwendigkeit erforderte, dass hochwertige, neue Bleiprofile integriertoder weil bereits fehlende ergänzt wurden.
Die neu eingesetzten Bleiprofile wurden möglichstunmerklich (homogen) auf das belassene Bleiprofil-Netz ausgerichtet undverbindend verlötet (beidseitig verzinnt). Mit diesem Arbeitseingriff wurdengleichzeitig alle Verglasungs-Einheiten auf ihre ursprüngliche Dimensionierungim rechtwinkligen Anschlag zusammengetrieben. Das jeweilige Abschluss-Randbleiwurde zur Verbesserung der Massgenauigkeit (betr. Falz-Masse), bei allenFeldeinheiten komplett erneuert. Durch diese Massnahmen wurde eine verbessertein sich geschlossene Stabilität erreicht.
Ergänzend wurden alle Verglasungseinheiten mit dickflüssigerKittmasse eingekittet (die minimalen Distanzen zwischen Glas und Bleiwandwurden mit Kittmasse aufgefüllt), die Glasoberflächen ausgebürstet und hernachgereinigt /poliert. Die Bleiverglasungen "scherbeln" heute nicht mehrund das Eindringen von Regenwasser ist weitestgehend gebannt (vorbehältlich nichtzu 100 % wasserdicht).
Einbau der Bleiverglasungen in die bauseits, renoviertenFenster- und Türrahmen
Im Voraus wurden noch die neuen WE-Windeisen auf dieentsprechenden Massbedürfnisse hergestellt (rostfreier Stahl /6 mm Ø). Anbeiden Enden wurden sie regelkonform abgeplattet. Die Stückzahl der WE wurdezur Verbesserung der Situation (betr. Sicherung und Stablität) pro F-Flügel vonzwei auf drei WE erhöht. Neu wurden die Bleihaften, zur Umringung (inkl.punktverlötet) der WE, auf der Innenseite auf die jeweiligen Blei-Bundenaufgelötet (was der ortsüblichen Praxis entspricht).
Die bauseits überarbeiteten Fenster-Rahmen (mit Farbe 1 xgrundiert), wurden neu mit verschraubbaren Glas-leisten aus Holz ausgerüstet(an Stelle des früher aufgezogenen Kittfalzes), um für die Zukunft, denAnsprüchen einer praktischen Bediener-Freundlichkeit besser entsprechen zukönnen (betr. Unterhalt oder Reparatur). Die Fälze wurden vorerst beidseitigmit Distanzbändern ausgelegt, danach wurden die einzelnen Feldeinheiteneinge-baut (geklotzt /zentriert), die Glasleisten montiert (verschraubt).Aussenseitig erfolgte eine Versiegelung im Licht-mass (seitl. Vertikalen unduntere Horizontale /Wetterschenkel / mittels Hybrid, Silikonbasisüberstreichbar). Am Schluss wurde das gesamte Holzwerk der Fenster, bauseitsfrisch mit Farbe gestrichen und später an Ort und Stelle montiert.
Ausf. /Dok. Atelier für Glasmalkunst M. Halter CH-3013Bern > info@glasmalkunst.ch
Arbeits-Begleitung durch die zuständige Denkmalpflege /2006
derglaeserne | 04 Mai, 2008 19:13
Der Ursprung der Glasmalerei lässt sich nicht genau nach Ort und Zeit festlegen, denn diese Kunst entzieht sich der lehrbuchartigen Geschichtsschreibung. Sicher ist nur, dass sie ausschliesslich eine christliche Kunstform war und mit ihr aus Kirchenfenstern ein neues geistliches Ausdrucksmittel geschaffen wurde. Bereits im 4. Jahrh. muss es im christlichen Rom, aufgrund von Notizen des Papstes, bunte Kirchenfenster gegeben haben.
Aktuell sind der Glasmalkunst heute kaum noch Grenzen gesetzt. Bereits nach der Reformation, hatte diese Kunstform vermehrt Einzug im weltlichen Bereich erhalten (Kabinettwappenscheiben), - später dann, in der Architektur, im Wohnbereich. Wird wann auch immer, das Handwerkliche und das Material entsprechend respektiert, bleibt sie weiterhin, auch in ihrer Eigenart entwicklungsfähig und wandelbar.
Den Zeitgeist in (mit) Glas zu gestalten heisst zum Beispiel: - sensible Wahrnehmungen oder Berührungspunkte aus dem gegenwärtigen Umfeld als möglichen Lichtblick festzuhalten (die stilistische Umsetzung bleibt offen). Das edle Material -mundgeblasenes Antikglas in der Masse eingefärbt, in über 5000 Farbnuancierungen erhältlich, mit seiner charakteristischen Strukturvielfalt- in Verbindung mit dem schöpferischen Tun des Gestalters, vermag in Faszination zu führen. Unterbewusste Gefühle werden durch die Begegnung mit Glasmalerei /Glaskunst geweckt und unbemerkt auf das Glasbild projiziert.
Wegen ihrer wechselseitigen Beziehung zwischen Licht und Glas, ist die Glasmalerei unter den bekannten Kunstformen einzigartig. Durch ihr dynamisches Verhältnis zum Licht belebt und verändert sie sich je nach Tageszeit, Jahreszeit und Witterung. Das vom Betrachter wahrgenommene Bild, wird manchmal stark, manchmal schwach beeinflusst. Und in der Dunkelheit bleibt jede Glasmalerei ohne Leben. Gerade weil die Einflussnahme von Licht auf den Werkstoff Glas so bedeutungsvoll für die Wahrnehmung ist, trägt dieser Umstand wesentlich dazu bei, dass uns diese Wirkung fasziniert.
Für eine inhaltlich, gelungene Kreation in Glas ist neben einer intakten Glasfarben-Auswahl, der Dialog zwischen Auftraggeber und Künstler sehr entscheidend. Beide haben sich mit den gegenseitigen Bedürfnissen und Ansprüchen ernsthaft auseinanderzusetzen. Durchaus besteht für den Auftraggeber die Möglichkeit, sich als treibende Kraft in die Projektphase einzubringen, um seine Vorstellungen zu einem Thema zu nennen. Dem Gestalter fällt alsdann die Rolle zu, sich mit seinen sensiblen Fähigkeiten darzubieten, Inhalte und Wunschvorstellungen als Entwurf auf Paier zu bringen. Eine solche Vorlage bietet sich an, um sich nochmals mit Auftraggeber zu treffen. Dabei gilt es zu prüfen, ob sich die gegenseitigen Ansprüche vereinbaren lassen. Sollte eine Auftragserteilung in dieser Phase bereits möglich sein, besteht für den Künstler immer noch eine Möglichkeit, seinen Auftraggeber bei der Ausführung teilzuhaben. Zum Beispiel nach der Glasfarben-Auswahl und dem Zuschnitt der Einzel-Glasteile, könnte der Gestalter ihn zu einer Einsichtnahme einladen. Gemeinsam könnten beide nochmals über die Farbgebung evaluieren und allenfalls könnten farbliche Unstimmigkeiten aus Weg geräumt werden. Vielfach ist ein Einbezug des Auftraggebers in die Umsetzungspase für beide Parteien eine interessante und erlebnisreiche Erfahrung.
info@glasmalkunst.ch /www.glasmalkunst.ch
derglaeserne | 28 April, 2008 23:32
"Profilierung"
...selbst dann, wenn sie auf einer sachlichen Ebene begründet ist, um zum Beispiel, Anstehendes lösungsorientierter und besser in die Wege zu leiten. Sie bleibt in unserer Gesellschaft nur ganz selten unumstritten (beinhaltet jegliche Bereiche).
Eine erfolgsversprechende Chance dazu, bleibt jeweils davon abhängig, inwieweit sie sich im subjektiven Umfeld, von der Sache her beurteilen lässt. Ob sie mehrheitsfähig mitgetragen werden kann.
Andererseits exponiert sich die Profilierung gegen Aussen, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, spielt nicht allein die entscheidende Rolle.
Aber, vielfach ist es auch der Einfluss notorischer Neider (Stänkerer), welche auf den Plan gerufen werden. Meistens völlig unsensibilisiert und prinzipiell, bleibt die Versuchung dabei gross, aus Argwohn oder salopper Missgunst mit Vorverurteilungen zu agieren. Einfach um etwas schlecht zu reden, ohne sich über den eigentlichen Sachverhalt im Vorfeld ein genaues Bild gemacht zu haben.
In Kurzform resümiert: die Erfolgschancen einer Profilierung stehen meistens in einer Abhängigkeit, inbezug auf das ihm nahe stehende, gesellschaftliche Umfeld. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch der Zeitpunkt und die Thematik von erheblicher Bedeutung.
Daraus resultiert, dass eine positiv gemeinte Profilierung aus eigener Kraft, sich nur äusserst selten erfolgreich darzubieten vermag.
info@glasmalkunst.ch /www.glasmalkunst.ch > alle Optionen für, wegen, mit thematisierter Glasmalerei- und Glaskunst-Gestaltung (Darstellung individueller Berührungspunkte)
derglaeserne | 14 April, 2008 22:29
Thematisierte Glasbilder beinhalten eine Vielfalt von Berührungspunkten in sich, welche individuell ausgerichtet sind. Zudem beschränken sich die Exponate nicht auf eine einzige Stilart. Schon durch den Einsatz verschiedenartiger Techniken, ist das Angebot sehr breit gefächert. Mehrheitlich sind es gläserne Unikate die den aktuellen Zeitgeist in der Gestaltung mit farbigem Glas widerspiegeln. derglaeserne | 13 April, 2008 09:24
Eine seriöse Umsetzung der heraldischen Terminologie,basiert auf langjähriger Erfahrung und genauer Kenntnisse über dieEntwicklungsgeschichte dieser ganzen Thematik.
Ein besonderes Augenmerk gilt unter anderem der Gestaltungvon Wappen-Emblemen. Dabei spielt vornehmlich die subtile Erfassung einerNaturstudie eine entscheidende Rolle mit, inwieweit ein Wappensymbolunmissverständlich lesbar, über das stilisierte Emblem wieder zu erkennen ist.Zufälligkeiten oder Unverbindlichkeiten haben keine Chance im Themenbereich derHeraldik. Irreführende und missverständliche Heraldikangebote sind leidervielerorts anzutreffen, überall dort, wo sich Dilettanten mit Billigangebotendurch zu sertzen vermögen.
Seiner ursprünglichen Bestimmung nach ist das Wappen einpersönliches Erkennungszeichen. Durch das Wappen auf dem Schild wurde der inEisen Ritter für Freund und Feind erkennbar. Vom 12. Jahrh. an wandeltete sichdie Schildfigur allmählich zum Familienzeichen und wurde erblich übertragbar.In der Blütezeit vom 13. Bis 16. Jahrh. lag das ganze Wappenwesen in den Händender Herolde. Diese achteten sehr streng auf die Regeln und Gesetze überWappenanfertigung und – führung. Mit der Erfindung der Feuerwaffe und dem Endeder Ritterturniere verschwand die praktische Verwendung der wappengeschmücktenSchilder und Helme. Im Siegel (Diplom-Heraldik) und als künstlerisches,dekoratives Schmuckelement (Zier-Heraldik) behielt die Heraldik bis heute ihreDaseinsberechtigung.
Die heraldische Bildgestaltung hat unter den Kunstformeneine Sonderstellung. Einerseits hat sie die Identitätsmerkmale einer Familie zuvermitteln und andererseits muss sie mit dem künstlerischen Element glaubhaftzu überzeugen, dass es sich lohnt ein Familienwappen in Ehren zu halten.
Für eine konkrete Wappenforschung ist vornehmlich eineamtliche Stelle zu kontaktieren (Staats- /Stadtarchive - Bibliotheken,Gemeindeverwaltungen oder allenfalls die Pfarrämter). Jeder Person desöffentlichen oder privaten Rechts steht es frei - falls kein Wappen vorhanden ist - eines anzunehmen. Es bedarf dazu keineramtlichen Genehmigung.
Wappeninhalt und Wappenform sollen jedoch Symbolcharakterbesitzen: einfach, klar, einmalig, einprägsam und sinnvoll (keineIllustrationen). Wobei sich zur Darstellung ein sehr breites Spektrum vonAttributen eines Familienzweigs eignen (ob Geräte oder Symbole der Wissenschaftund Technik).
Die einmal gewählte Stilart für die Umsetzung, ist in allenWappenteilen bis ins kleinste Detail beizubehalten, immer unter derBerücksichtigung der Regeln der Heraldik (Wappenkunde).
Was für die Gestaltung der Wappensymbolik enorm vonBedeutung ist, die Attribute sollten lesbar zu identifizieren sein.
Den aktuellen Imageverlust z.B. in der Glasmalerei, ‚verdankt’ sie der angebotenen ‚Billig’-Wappenscheibe. Eben dem Umstand, dass sich die Bedürfnisse fast ausnahmslos nur auf den Kostenfaktor konzentrieren. In Unkenntnis derTatsache, dass sich diese Kunstform nicht einzig auf den Billigsektoreinschränken lässt. Durch die allgemeine Distanz gegenüber den ursprünglichenGepflogenheiten im (Kunst-) Handwerk, fehlt es heute leider vielfach an der Sensibilität,um in der Beurteilung einer Wertarbeit überhaupt noch gerecht werden zu können.Mit anderen Worten, die Daseinsberechtigung von Wappendarstellungen lassen sich nicht ausschliesslich auf das billigste Herstellungsangebot begrenzen. Es ist von Vorteil, wenn man sich vorerst über verschiedene Angebote informiert und erst dann sich entscheiden kann. Denn es gibt sie noch, -die heraldisch seriöse Wappenscheiben-Herstellung als kunsthandwerkliche Wertarbeitinbezug auf die gestalterische Stilreinheit und einer materialgerechtenVerarbeitungstechnik. Sie kann noch immer hohen Ansprüchen gerecht werden, um jederzeit in ihrer Präsenz zu überzeugen.
Die Vollwappen-Darstellung:
Das Vollwappen besteht aus Schild, Helm mit Helmzier undHelmdecke. Der Schild ist Träger der Schildfigur, das heisst des Namensymbols.Der Helm sagt etwas über den Stand aus: ob Bürger-, Adels-, oder Fürstenwappen.Die Helmdecke ist rein zierend und ohne weitere Bedeutung.
Weitere Info’s: info@glasmalkunst.ch /www.glasmalkunst.ch
derglaeserne | 27 März, 2008 21:47
derglaeserne | 16 März, 2008 17:07
Die Kunstform der Glasmalerei (Entwicklungsgeschichte) reicht weit zurück, bis 7. Jh. n. Chr.. Kurz nach dem Jahr 1000 war die Eigenständigkeit der Glasmalkunst soweit entwickelt, dass sie sich in absolut überzeugender Weise darzubieten vermochte. Die damalige Einschätzung des Stellenwertes der Glasmalerei, war mitunter sehr hoch und sie entwickelte sich uneingeschränkt, bis in die Hochgotik in ihrer ursprünglichen Form weiter. Es entstanden europaweit zur damaligen Zeit, eine Vielzahl, insbesondere von grossen Kirchen und Kathedralen. Die meisten von ihnen wurden mit grossartigen Kirchenfenstern ausgeschmückt, hatten diese die primäre Aufgabe neben Schutz vor Wind und Wetter in den kirchlichen Räumen, Gottes Nähe erinnernd darzubieten. Natürlich sind Kirchenfenster bis auf den heutigen Tag ein Begriff. Da und dort werden solche, allerdings in weit geringerer Zahl, immer noch für Kirchen umgesetzt und realisiert.
Von vielen wird die Tatsache kaum wahrgenommen, dass sich diese Kunstform auch sehr gut in die aktuelle Architektur integrieren lässt. Weil eben die Glaskunst wandelbar bleibt, ist sie durchaus dazu geeignet, einem bestehendem oder neuem Raumbehältnis seine ihm zustehende Identität zu verleihen. Die Faszination von Licht und Farbe bringt neue Aspekte in die Umgebung, überall dort, wo sich Menschen aufhalten, leben oder arbeiten. Die gestalterische Vielfalt mit farbigem Glas lässt sich jeweils auf die räumlichen Gegebenheiten ausrichten. Die Architekturbezogenheit eines Farbfensters (einer Glasbild-Komposition) macht es zum eigenständigen Interpreten, all dessen, was auch die restliche Materie des Raumes auf ihre und andere Weise darstellt: Durchlässigkeit und Begrenzung, Licht und Abdunkelung, Ortsbestimmung und Definition.
Grenze zwischen innen /aussen
Bei einem Grossteil der aktuellen Architektur ist Glas auch als kreative Aussage ein unverzichtbarer Bestandteil. Aber, in der Regel nehmen wir den Einsatz von Floatglas als Verpackung für mehr oder weniger kühne Hochbaukonstruktionen wahr. Die ursprüngliche Funktion, die subtile Definition der Grenze zwischen innen und aussen verkommt immer mehr zur rein energie-ökonomischen Fragestellung. Gerade durch den partiellen Einsatz von farbiger Glaskunst, in der heutigen Architektur, bestünde eine einmalige Chance, die technikästhetische Architektursprache weiter zu entwickeln, die einer längst geforderten dynamisch-kommunikativen Architektur besser Rechnung tragen könnte.
Seit Jahrzehnten befassen wir uns damit und hatten bisher auch einige Projekte verwirklichen können. Inzwischen haben wir mehrere, bediener-freundliche Montage-Systeme entwickelt, die in ihrer Art so ausgerichtet sind, dass bereits eingebaute Isoliergläser unangetastet bleiben. Das heisst, für eine Nachrüstung mit farbiger Glaskunst, bedarf es keiner teuren baulichen Massnahme. Eine vielfältig und breit abgestützte, dokumentierte Atelier-Ausstellung erwartet sie zur Einsichtnahme (Besuchstermine nach Vereinbarung Tel. 031 331 42 66 /info@glasmalkunst.ch).
Martin Halter Glasmaler und Kunstglaser, führt in der 3. Generation, das von seinem Grossvater 1916 gegründete Atelier für Glasmalkunst in Bern
derglaeserne | 16 März, 2008 16:56
Glasmaler, Glaskünstler, Designer Martin Halter /ART IN MARTIN aus Bern, führt in 3. Generation, das von seinem Grossvater 1916 in Bern gegründete Atelier für Glasmalkunst. Neben der Aufgabenerfüllung von Restaurationen an Kirchenfenstern, Glasgemälden jeglicher Stilepochen, projektiert, gestaltet er neue gläserne Seherlebnisse und setzt sie als Bestandteil architektonischer Kreation in die Realität um. Seine kreative Glasarbeiten beinhalten ein sehr breit gefächertes Spektrum, was in seiner ständigen Atelier-Ausstellung dokumentiert und ausgestellt ist (Besuchstermine, auch für Führungen nach Vereinbarung info@glasmalkunst.ch