dergläserne's Weblog

Architektur /Bau mit Buntglas Farbglas Glaskunst Kunstglas ergänzt

derglaeserne | 30 Mai, 2008 22:09

...ein neues Seherlebnis im persönlichen Lebensbereich, mit der Integration einer farbigen Glaskunst-Installation: zum Beispiel im Küchenbereich. Entw. /Ausf. Atelier Martin Halter CH-3013 Bern

„Gestaltete Farbfenster“, meint Martin Halter Glasmaler/Glaskünstler Bern, „ ...können in der Fläche die Bewegungszüge innerhalb einesGebäudes, seine Strukturen und auch die des architektonischen Umraumesaufnehmen, um sie in Kompositionen zu konzentrieren, die als geformteLichtquellen sich wiederum unmittelbar auf den Raum auswirken und ihn so inseiner Aussage bestärken“.

Um eine homogene Integration im Bau zu erreichen,braucht es viel Verständnis, Sensibilität und Erfahrung auf dem Gebiet dieserKunstform. Denn Glaskunst-Inszenierungen (Projektionen) sollen die Architekturweder übertrumpfen noch sie durch beliebigen Dekor banalisieren. Zwischendiesen beiden Polen eröffnet sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie aktuelleGlaskunst und Architektur zu einem Gefüge in stiller Harmonie zusammenwachsenkönnen.

Die Architekturbezogenheit eines Farbfensters (einer integriertenGlasbild-Komposition) macht es zum eigenständigen Interpreten all dessen, wasauch die restliche Materie des Raumes auf ihre und andere Weise darstellt:Durchlässigkeit und Begrenzung, Licht und Abdunkelung, Ortsbestimmung undDefinition des Ortes. Durch die farbige Lichterscheinung lässt sich dembegrenzten Raum ein ideeler unbegrenzter Kunstraum gegenübersetzen undgleichzeitig auch eine Verbindung zur Aussenwelt herstellen. info@glasmalkunst.ch    

Jugendstil-Fenster Bleiverglasung > Reparaturen, Sanierungen, Restaurationen, Rekonstruktionen /Ergänzungen von fehlender Substanz

derglaeserne | 24 Mai, 2008 00:11

Jugendstil-Fenster-Sanierung Instandstellung, Reparatur, Restauration - in Bleiprofile gefasste Veranda-Farbfenster. Sanierungsmassnahmen Atelier-Tem ART IN MARTIN in CH-3013 Bern; info@glasmalkunst.ch 

Dok.-Verf. Martin Halter, Glasmaler, Kunstglaser und Restaurator CH-3013 Bern /Referenz-Objekt: MFH /Jugendstil-Villa mit Judendstil-Fenstern (Veranda) in CH-3007 Bern 

Ausgangslage /Analyse

Neben den offensichtlich festgestellten Glasbruchschädenund Verformungen, innerhalb der Verglasungsflächen, sind weitere Mängel zuanalysieren: die verwitterten Kittfälze (aussenseitig) können ihrer ursprünglichenFunktion nicht mehr gerecht werden. Sie sind bis zu 4/5 völlig ausgetrocknet,versprödet und über weite Strecken bereits nicht mehr vorhanden (ausgebrochen).Die einstmals neu aufgezogenen Kittfälze waren punkto Auftrag desMaterialverbrauchs zu knapp bemessen, weil die damals vorgesehenen Fälze fürdieses Unterfangen zu gering in der Grösse ausgebildet waren.

Die von aussen horizontal-angebrachten WE-Windeisen hattenihren zwingenden Auftrag zur Stabilisierung, bereits seit längerer Zeit nichtmehr erfüllen können. Diese WE waren (ehemals) in der Länge zu gering auf diegenauen Falzmasse dimensioniert und ausgerichtet. An beiden Enden wurden sienur teilweise genügend abgeplattet, um sie jeweils im Falzbereich mit einerSchraube mechan. zu sichern. In der Zwischenzeit hatten sie sichverselbstän-digt und hingen ungleich an den dünnen, an den Bleibundenangelöteten Drahthaften. Durch diese Tatsache be-schleunigte sich dieInstabilität der ganzen Feldeinheit und führte so zu zusätzlichen Glas- undBleiprofilbrüchen, neben der allgemeinen altersbedingten Materialermüdung undden üblichen witterungsbedingten Einflüssen. Aus welchen Gründen auch immer,war es zur selbigen Zeit üblich, sich auf eine schmale Blei-Profilbreite zukonzen-trieren. Unabhängig der Gegebenheiten beschränkte man sich oft nur aufdie visuelle Wahrnehmung der Aesthetik.

Über den stabilisierenden Faktor einer optimalenVerbleiungstechnik (z.B. sich für etwas breitere Blei-Profile zu entscheiden,um das entsprechend notwendige Fassungsvermögen der Einzel-Glasteile bessergarantieren zu können) war man zu dieser Zeit oftmals noch zu wenigsensibilisiert oder man wollte ganz einfach Material einsparen.

 

Erfolgte Fenster-Sanierungsmassnahmen

Auf die Gegebenheiten wollte man für die Realisierungdieser Sanierung besser Rücksicht nehmen (betr. Optimierung der Stabilität).Demnach mussten alle Fenster-Einheiten ausgebaut werden: Ostfront: 2 verglasteFüllungen der Doppel-Türe und 1 darüber befindliches verglastes Oberlicht;Südfront: 2 Doppel-Flügelfenster mit je 1 verglasten Oberlicht, 1 x 1dreiflügliges Fenster mit 1 verglasten Oberlicht; Westfront: 1 x 1vierflügliges Fenster mit 3 verglasten Oberlichtern. Die jeweiligenFeldeinheiten (Glas-Blei) wurden individuell überarbeitet, je nach Schäden undderen Befindlichkeit, mussten sie bis zu zwei Dritteln zerlegt werden.Einerseits mussten zerbrochene Einzel-Glasteile durch farbton- /strukturgleicheGläser (mehrheitl. Kathedralgläser) ersetzt werden oder andererseits weil esdie Notwendigkeit erforderte, dass hochwertige, neue Bleiprofile integriertoder weil bereits fehlende ergänzt wurden.

Die neu eingesetzten Bleiprofile wurden möglichstunmerklich (homogen) auf das belassene Bleiprofil-Netz ausgerichtet undverbindend verlötet (beidseitig verzinnt). Mit diesem Arbeitseingriff wurdengleichzeitig alle Verglasungs-Einheiten auf ihre ursprüngliche Dimensionierungim rechtwinkligen Anschlag zusammengetrieben. Das jeweilige Abschluss-Randbleiwurde zur Verbesserung der Massgenauigkeit (betr. Falz-Masse), bei allenFeldeinheiten komplett erneuert. Durch diese Massnahmen wurde eine verbessertein sich geschlossene Stabilität erreicht.

Ergänzend wurden alle Verglasungseinheiten mit dickflüssigerKittmasse eingekittet (die minimalen Distanzen zwischen Glas und Bleiwandwurden mit Kittmasse aufgefüllt), die Glasoberflächen ausgebürstet und hernachgereinigt /poliert. Die Bleiverglasungen "scherbeln" heute nicht mehrund das Eindringen von Regenwasser ist weitestgehend gebannt (vorbehältlich nichtzu 100 % wasserdicht).

 

Einbau der Bleiverglasungen in die bauseits, renoviertenFenster- und Türrahmen

Im Voraus wurden noch die neuen WE-Windeisen auf dieentsprechenden Massbedürfnisse hergestellt (rostfreier Stahl /6 mm Ø). Anbeiden Enden wurden sie regelkonform abgeplattet. Die Stückzahl der WE wurdezur Verbesserung der Situation (betr. Sicherung und Stablität) pro F-Flügel vonzwei auf drei WE erhöht. Neu wurden die Bleihaften, zur Umringung (inkl.punktverlötet) der WE, auf der Innenseite auf die jeweiligen Blei-Bundenaufgelötet (was der ortsüblichen Praxis entspricht).

Die bauseits überarbeiteten Fenster-Rahmen (mit Farbe 1 xgrundiert), wurden neu mit verschraubbaren Glas-leisten aus Holz ausgerüstet(an Stelle des früher aufgezogenen Kittfalzes), um für die Zukunft, denAnsprüchen einer praktischen Bediener-Freundlichkeit besser entsprechen zukönnen (betr. Unterhalt oder Reparatur). Die Fälze wurden vorerst beidseitigmit Distanzbändern ausgelegt, danach wurden die einzelnen Feldeinheiteneinge-baut (geklotzt /zentriert), die Glasleisten montiert (verschraubt).Aussenseitig erfolgte eine Versiegelung im Licht-mass (seitl. Vertikalen unduntere Horizontale /Wetterschenkel / mittels Hybrid, Silikonbasisüberstreichbar). Am Schluss wurde das gesamte Holzwerk der Fenster, bauseitsfrisch mit Farbe gestrichen und später an Ort und Stelle montiert.

 

Ausf. /Dok. Atelier für Glasmalkunst M. Halter CH-3013Bern > info@glasmalkunst.ch

Arbeits-Begleitung durch die zuständige Denkmalpflege /2006

Buntglas Glasmalerei Glaskunst - sucht sich individuelle Berührungspunkte zur aktuellen Umsetzung als Glasbild

derglaeserne | 04 Mai, 2008 19:13

 

 Der Ursprung der Glasmalerei lässt sich nicht genau nach Ort und Zeit festlegen, denn diese Kunst entzieht sich der lehrbuchartigen Geschichtsschreibung. Sicher ist nur, dass sie ausschliesslich eine christliche Kunstform war und mit ihr aus Kirchenfenstern ein neues geistliches Ausdrucksmittel geschaffen wurde. Bereits im 4. Jahrh. muss es im christlichen Rom, aufgrund von Notizen des Papstes, bunte Kirchenfenster gegeben haben.

 

Aktuell sind der Glasmalkunst heute kaum noch Grenzen gesetzt. Bereits nach der Reformation, hatte diese Kunstform vermehrt Einzug im weltlichen Bereich erhalten (Kabinettwappenscheiben), - später dann, in der Architektur, im Wohnbereich. Wird wann auch immer, das Handwerkliche und das Material entsprechend respektiert, bleibt sie weiterhin, auch in ihrer Eigenart entwicklungsfähig und wandelbar.

Den Zeitgeist in (mit) Glas zu gestalten heisst zum Beispiel: - sensible Wahrnehmungen oder Berührungspunkte aus dem gegenwärtigen Umfeld als möglichen Lichtblick festzuhalten (die stilistische Umsetzung bleibt offen). Das edle Material  -mundgeblasenes Antikglas in der Masse eingefärbt, in über 5000 Farbnuancierungen erhältlich, mit seiner charakteristischen Strukturvielfalt-  in Verbindung mit dem schöpferischen Tun des Gestalters, vermag in Faszination zu führen. Unterbewusste Gefühle werden durch die Begegnung mit Glasmalerei /Glaskunst geweckt und unbemerkt auf das Glasbild projiziert.

 

Wegen ihrer wechselseitigen Beziehung zwischen Licht und Glas, ist die Glasmalerei unter den bekannten Kunstformen einzigartig. Durch ihr dynamisches Verhältnis zum Licht belebt und verändert sie sich je nach Tageszeit, Jahreszeit und Witterung. Das vom Betrachter wahrgenommene Bild, wird manchmal stark, manchmal schwach beeinflusst. Und in der Dunkelheit bleibt jede Glasmalerei ohne Leben. Gerade weil die Einflussnahme von Licht auf den Werkstoff Glas so bedeutungsvoll für die Wahrnehmung ist, trägt dieser Umstand wesentlich dazu bei, dass uns diese Wirkung fasziniert.

 

Für eine inhaltlich, gelungene Kreation in Glas ist neben einer intakten Glasfarben-Auswahl, der Dialog zwischen Auftraggeber und Künstler sehr entscheidend. Beide haben sich mit den gegenseitigen Bedürfnissen und Ansprüchen ernsthaft auseinanderzusetzen. Durchaus besteht für den Auftraggeber die Möglichkeit, sich als treibende Kraft in die Projektphase einzubringen, um seine Vorstellungen zu einem Thema zu nennen. Dem Gestalter fällt alsdann die Rolle zu,  sich mit seinen sensiblen Fähigkeiten darzubieten, Inhalte und Wunschvorstellungen als Entwurf auf Paier zu bringen. Eine solche Vorlage bietet sich an, um sich nochmals mit Auftraggeber zu treffen. Dabei gilt es zu prüfen, ob sich die gegenseitigen Ansprüche vereinbaren lassen. Sollte eine Auftragserteilung in dieser Phase bereits möglich sein, besteht für den Künstler immer noch eine Möglichkeit, seinen Auftraggeber bei der Ausführung teilzuhaben. Zum Beispiel nach der Glasfarben-Auswahl und dem Zuschnitt der Einzel-Glasteile, könnte der Gestalter ihn zu einer Einsichtnahme einladen. Gemeinsam könnten beide nochmals über die Farbgebung evaluieren und allenfalls könnten farbliche Unstimmigkeiten aus Weg geräumt werden. Vielfach ist ein Einbezug des Auftraggebers in die Umsetzungspase für beide Parteien eine interessante und erlebnisreiche Erfahrung.

 

 

info@glasmalkunst.ch /www.glasmalkunst.chBuntglas-Fenster /Glaskunst-Inszenierung, Unikat, signiert Martin Halter CH-3013 Bern   

 

 
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