derglaeserne | 17 August, 2008 12:32
Praxisnahe Erfahrung: Martin Halter Glasmaler-Restaurator CH-3013 Bern
Es gibt immer wieder Epochen, wobei die Original-Substanz als Mittel zum Zweck,vorschnell für ein unüberlegtes Experiment missbraucht wird. So auch bei der vermeintlichen Rettung von Glasgemälden und Glasmalereien, wenn es um die Sicherung von Glasbruchteilen geht.
Örtlich begrenztes Beispiel: in diesem Fall wurden, bei Restaurations-Massnahmen ca.1970, die Glasbruchteile mit einer Glas-Dublierung gesichert. Insbesondere wurden sie ganzflächig (auf der Rückseite) mit Leimharzen (Araldit) überstrichen, um sie dann auf einem passgenauem Dünnglas /Floatglas (gem. vorgegebener Dimension) aufzukleben. Da das Farb-Spezialglas meistens eine unebene Fläche gegenüber einem Floatglas (Fensterglas) aufweist, beeinflusst diese Tatsache sodann, die auf diese Weise unterschiedlich aufgetragene Menge von Spezial-Leim, inbezug auf die Gesamt-Dimension zur Sicherung der Glasbruchteile. Die Eigenschaften der Originalgläser in ihrer Beschaffenheit und Herstellung, weisen zu gewöhnlichem Fensterglas andere Werte auf (mundgeblasenes Antik-Glas /gezogenes Fensterglas). Ignoriert man diesen spezifischen Sachverhalt, beeinflussen gerade solche Umstände, meist lange unbemerkt, das daraus resultierende Schadenspotential (z.B. unterschiedliche Ausdehnung der Gläser führt zu Spannungen /unterschiedlich aufgetragene Leimmenge). Unweigerlich führt es so fortwährend zu Rissbildungen innerhalb des Leimauftrags. Dadurch wird eine Beschleunigung einer Versprödung des Leimauftrags mit verursacht. Damit is teine ganzheitliche Haftung (auf die Gesamtfläche) nicht mehr gewährleistet. Einzelne Glasbruchteile können sich unkontrolliert herauslösen und herunterfallen.
Ein weiterer Nachteil ist mehrfach nachzuweisen, dass das UV-Licht (Sonneneinstrahlung) Leimsubstanzen farblich verändern kann. Einmal mehr, einmal weniger. Natürlich werden immer wieder neue Produkte auf dem Marktangeboten. Es ist durchaus legitim solche auszuprobieren, aber sicherlich nicht an original-historischer Substanz. Hersteller von Spezialleim-Produkten stellen in der Regel keine schriftlichen Garantien aus, dass sich z.B. ihr Produkt nicht durch UV-Einstrahlungen beeinflussen lässt. Was eben, die gleich bleibenden Ansprüche für eine garantierte Haftung und die volle, sich nicht veränderndeTransparents des Werkstoffes betreffen.
Übrigens mit Glas-Dublierungen an schadhafter Glasmalerei (Glasbruch-Sicherung) hat man, wenn auch unbeabsichtigt, erheblich viele grosse irreversible Schäden angerichtet (europaweit). Auf den rückseitigen Glasoberflächen historischer Glasmalereien, wurden oftmals Schwarzlot-Überzüge /-Pinselmalereien übertragen, welche häufig nicht gut genug eingebrannt wurden oder haben, durch klimatisch ungünstige Bedingungen ihre kratzfeste Haftung verloren hatten. Unter den vorgenannten Bedingungen, kann man sich gut vorstellen, welche Substanz-Verlustaussichten zu erwarten sind, wenn man sich zur Rettung der Original-Substanz, dennoch entschliessen muss, eine sorgsame Entdublierung (mittels Erwärmung) vorzunehmen. Es wurden vielfach Harze und Leime verwendet, welche sich innerhalb von 2 – 3 Jahrzehnten durch die UV-Einstrahlung, in eine nicht mehr transparente, dunkel-braune Masse verfärbten (je nach Standort /Sonnenbestrahlung).
Jeden Restaurator sollte es unablässig beschäftigen, bevor er einen Eingriff zur Substanz-Rettung auswählt, dass er sich gleichzeitig der Verantwortung bewusst ist und im Voraus entsprechende Abklärungen trifft, um ein zusätzliches Schadens-Risiko weitestgehend ausschliessen zu können. Einen Eingriff soweit flexibel zu handhaben, was später einer lösungsorientierten Veränderung /Möglichkeit (anl. einer erneuten Restaurations-Massnahme) zuträglich bleibt. Alle Eingriffe oder verwendeten Materialien, sollten ein jederzeit reversibles Agieren mit der Original-Substanz praxisnah thematisieren, sodass dabei die Substanz nicht unnötig in Mitleidenschaft gezogen werden muss. –
Die geltende Botschaft lautet: „soviel wie nötig, so wenig wie möglich“.
info@glasmalkunst.ch

derglaeserne | 07 August, 2008 07:37
derglaeserne | 01 August, 2008 08:24
Beinhaltet vielfältig gestaltete Erzeugnisse aus Kunstglas.Diese angewandte Kunstform offenbart ein sehr breites Spektrum vonMöglichkeiten, diese auch zweckdienlich als Decor-Elemente zu aktivieren und zunutzen. Je nach Standort, Gegebenheit und Beanspruchung visualisiert sichjeweils ein abwechslungsreiches Zusammenspiel zwischen Glas, Raum und Licht.Ganz verschiedenartig lassen sich raffinierte Kombinationen verwirklichen,mitunter als Ausdruck des individuellen Lebensbereiches. Denn, eine passendeAusschmückung mit „Licht und Farbe“, sensibilisieren entscheidendeEinflussfaktoren unserer Gefühlswelt.
Die wesentlichste Maxime unseres Atelier-Team’s bedeutet:materialgerechte und kunsthandwerkliche Wertarbeit, die in bezug aufGestaltung, Werkstoffe, Technik und Verarbeitung höchsten Ansprüchen gerechtwird.
Eine ständige Atelier-Ausstellung widerspiegelt die grosseAuswahl von Exponaten. Zudem wird sie ergänzt durch mehrere inhaltlichaufschlussreichen Dokumentationen (Besuchszeiten nach Terminvereinbarung/Atelierführungen auf Anfrage, 25 Personen pro Gruppe) info@glasmalkunst.ch/www.glasmalkunst.ch
Glasmaler, Glaskünstler, Designer Martin Halter /ART IN MARTIN aus Bern, führt in 3. Generation, das von seinem Grossvater 1916 in Bern gegründete Atelier für Glasmalkunst. Neben der Aufgabenerfüllung von Restaurationen an Kirchenfenstern, Glasgemälden jeglicher Stilepochen, projektiert, gestaltet er neue gläserne Seherlebnisse und setzt sie als Bestandteil architektonischer Kreation in die Realität um. Seine kreative Glasarbeiten beinhalten ein sehr breit gefächertes Spektrum, was in seiner ständigen Atelier-Ausstellung dokumentiert und ausgestellt ist (Besuchstermine, auch für Führungen nach Vereinbarung info@glasmalkunst.ch